|
... bis Heute
Die in den alten Dienstbüchern beschriebenen Übungen lesen sich aus heutiger Sicht eher belustigend: "Übung mit Hydrant und Fußexerzieren".
Vor Kontrolleuren vom Bezirk Schongau hatte man offensichtlich Achtung, so findet sich im Dienstbuch unter dem 8. Mai 1910 ein Hinweis, dass zum Eintreffen des Bezirksvertreters mit "6 Chargen, 48 Mann und 2 Signallisten" ausgerückt wurde.
Um ein geordnetes und einheitliches Erscheinungsbild abzugeben wird im April 1911 beschlossen die ganze Wehr zu uniformieren, nicht nur die Steiger und Hydrantenmannschaft. Finanziell war das damals bestimmt nicht so leicht wie in unserer Zeit, auch wenn der Preis von 780,- Mark für 60 Uniformen heute gering erscheinen mag, so mussten die Mitglieder-Beiträge von 20 auf 50 Pfennige erhöht werden.
1911 wurde eine "6 m lange Anstell-Leiter mit Stützen, Universalgelenk, Querstück und Fußspitze" gekauft. Dazu ein "zweirädriges Rädergestell für Leitern-Transport mit hohen Rädern, Eisennaben, Holzrahmen mit 4 Handgriffen und Leiterlager, fein lackiert".

Im Jahr 1911 wurde ebenfalls das Gerätehaus am Dorfweiher errichtet. Auch heute noch ein idealer Standort. Allerdings war damals der Pflügelskreut-Graben vom Wirt der Bahnhofs-Wirtschaft nur provisorisch aufgestaut worden, um so im Winter das für den Bier-Keller benötigte Eis zu schneiden
Am 17. März 1913 wurde die Anschaffung einer neuen Feuerspritze mit Saug- und Druckwerk beschlossen, die allerdings höchstens 2.000,- Mark kosten darf.
Zum Spritzenkauf sprang die Ortskasse mit 1.000,- Mark Finanzhilfe ein, trotzdem mussten Schulden gemacht werden. Erst 1924 weisen die Kassenbücher wieder einen Aktivrest von 58,- Mark aus. Da waren auch die Auswüchse der Inflation von 1923 schon überstanden (seinerzeit hatte die Gemeinde allein für Schlauchkäufe 297.000 Mark bezuschusst)

Am 13. November 1923 genehmigte das Bezirksamt Garmisch den Bau einer Staumauer, so wie sie heute, nach zwischenzeitlicher Renovierung, noch besteht.
Der 2. Weltkrieg riss große Lücken. Trotzdem musste es weitergehen.
1945 wurde vom damaligen Kommandanten Josef Staltmeir aus Wehrmachtsbeständen ein gebrauchter Tragkraftspritzenanhänger "TSA" mit Tragkraftspritze TS 8/8 erworben, die bis 1979 gute Dienste leistete.

Eine neue Tragkraftspritze (TS 8/8 Fabrikat VW Ziegler 28 PS) wurde 1957 angeschafft.
1971 begann die Zeit des derzeitigen Kommandanten Franz Filser. Was sich seither getan hat kann sich sehen lassen.
1973 wurde am Dach des Gasthofes zur Post die erste Sirene der Feuerwehr montiert, nachdem auch dieser Gasthof zentrale Feuermeldestelle war.
Die Umstellung auf Funkalarmierung (Landkreisebene) erfolgte 1983.
Der Ortsteil Wurmansau behielt weiterhin seine eigene Löschgruppe und wurde entsprechend mit einem Geräteschrank ausgestattet.
1974 wurde mit Nachbarwehren das 85-jährige Gründungsjubiläum gefeiert.
1977 konnte die Renovierung und der Umbau des alten Feuerwehrhauses mit mehr als 1.000 freiwilligen Arbeitsstunden abgeschlossen werden, u.a. Erneuerung des Daches, Erhöhung der Decke und Einbau großer, selbstfeststellbarer Schiebetore. Gleichzeitig mit der Segnung des Hauses wurde die neue Standarte mit einem Festgottesdienst eingeweiht. Die Bevölkerung hat hierfür großzügig gespendet.
1979 endlich wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF VW Bachert 75 PS) in Empfang genommen. Der bisherige Transport der Ausrüstung mit Traktor und Anhänger war untragbar geworden. Zu den Kosten von 36.000,- Mark erhielt die Feuerwehr Mittel vom Staat, vom Landkreis, von der Gemeinde, der Brandversicherung und die ansehnliche Spende von 13.000,- Mark aus der Bevölkerung. Die feierliche Weihe am 27. Mai 1979 nahm Pfarren Lindauer im Beisein eines indischen Bischofs mit dem Namen R. + Rev. George Mamalassery und Pater Stadler vor.

1980 wurde für all die bisher geleistete Arbeit ein Pfingstausflug an den Gardasee organisiert.
1981 am 8. Mai wird der Feuerwehrverein von 51 Mitgliedern gegründet.
1982 war die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze (TS 8/8 Fabrikat VW Bachert 34 PS) erforderlich geworden.
1986 am 7. März konnte nach jahrelangem Gerangel mit den Behörden endlich eine Satzung für den am 8. Mai 1981 gegründeten, nichteingetragenen "Feuerwehrverein Altenau" in Kraft gesetzt werden. Bestandteil der Vereinssatzung ist auch die gemeindliche Satzung vom 30. November 1983.
|